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Hinter
MHR steckt ein Mann mit gestandener
Lebens- und Berufserfahrung.
Nach
meiner Schulzeit habe ich einen
sehr wechselvollen Weg genommen,
bis ich zu meiner "Berufung"
gefunden habe.
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Heute
denke ich, dass es vieler Lehren bedurft
hat, diesen Weg zu finden und auch Schwächen
und Fehler zu erkennen. Ich habe in diesem
Sinne mein Leben gelebt und gelernt, damit
umzugehen.
Ich trage mein Herz nach
wie vor drei Schritt vor mir her, bin in
vielen Dingen nach wie vor ein wenig besessen,
aber immer bemüht, mir immer selbst treu zu
bleiben.
Allenfalls die Vorzeichen
haben sich im Laufe der Jahre geändert:
Das Herz hört mehr auf innere Werte,
das Temperament geht mehr mit Verstand einher
und die Einstellung zum Leben und seinen
Werten hat einen Wandel erfahren.

Wer
mein "Innenleben" ein wenig kennenlernen
möchte, dem seien einige Antworten
auf Fragen gegeben, die einem täglich
gestellt werden könnten:
WELTSICHT Für
welchen höheren Sinn lebt der Mensch? Um
SEIN Leben zu leben und das Beste daraus
zu machen. Was findest Du liebenswert
an diesem Jahrhundert? Dass es noch
so jung ist. Was würdest Du als
Weltregierung sofort abschaffen? Politiker
und Krieg, wobei sich das eine mit dem anderen
schon erledigt haben dürfte. Was
ist links? In jeder denkbaren Auslegung
immer eine Frage der Haltung..

WELTREISE Welches
ist Dein liebster Platz auf der Welt? Ein
Plätzchen im Grünen. Und zuweilen
auch das häusliche Büro am PC. Mit
welchen Begriffen charakterisierst Du Deutschland? Wechselvolle
Geschichte mit vielen Persönlichkeiten,
reiche Kultur und herrliche Natur, unübertroffene
Bürokratie und politische Arroganz Was
ist für Dich Heimat? Dort, wo
meine Liebste ist und mit mir lacht, streitet
und weint. Welches ist das Ziel Deiner
Traumreise? Einmal um die ganze Welt...und
wieder nach Hause.

WELTSCHMERZ Wovor
hast Du Angst? Vor Krieg, Dummheit...und
dem Zahnarzt. Wann hast Du zuletzt
geweint? Wenn ich allein im Auto
Lieder singe, zu denen ich eine starke innere
Beziehung habe. Und wenn ich an Menschen
denke, die mir sehr nahe stehen. Was
traust Du der Menschheit nicht mehr zu? Toleranz
zu üben, obwohl das immer wieder auf
Papier manifestiert wird. Was empfindest
Du als Verrat? Heuchelei, Hinterlist
und Unehrlichkeit.

WELTKUNST Welcher
literarische Held steht Dir am nächsten? Daniel
Druskat von Helmut Sakowski und andere Helden,
die eigentlich gar keine sind und damit
schon wieder sympathisch werden. Und, weil
ich Züge von mir in und an ihm erkenne. Welches
Kunstwerk hast Du nie verstanden? Manche
Partei- und Wahlprogramme aller Couleur,
die weder etwas mit Kunst noch mit Können
zu tun haben. Wie beschreibst Du Lebenskünstler? Da
braucht man nur meine Lebensbeichte zu lesen,
die ich vielleicht einmal schreiben werde... Welche
Kunst würdest Du gern beherrschen? Trompete
und Klavier spielen können - wegen
dem irren Sound und der bekannten Wirkung
auf das weibliche Geschlecht...

WELTWUNDER Worüber
wunderst Du Dich? Über fast
gar nichts mehr. Manchmal über die
Einfälle (m)einer Frau. Was müsste
unbedingt erfunden werden? Vielleicht
ein Verfahren, das alle Menschen untereinander
wirklich gleich macht. Was ist an
Dir bewundernswert? Mein Geduld bei
sonntäglichen Abpellen des Frühstückseies. Apropos
Wunder: Was ist ein wunder Punkt an Dir? Meine
Ungeduld in allen anderen Situationen. Und
oft auch meine mangelnde Toleranz in den
kleinen Dingen des Lebens.

WELTBÜRGER Welchen
Zeitgenossen würdest Du für seine
Verdienste um die Menschheit auszeichnen? Vor
allem meine Mutter, weil sie in unendlicher
Güte und mit Gottvertrauen alt geworden
ist und die Familie zusammen gehalten hat.
Aber auch Goethe, weil er beweist, dass
der Mensch eben nur ein Mensch und kein
Übermensch ist und weil er ein wenig
Kultur unter die Menschheit gebracht hat.
Und meinen Vater, weil er in allen Lebensabschnitten,
mit wechselndem Erfolg, stets gekämpft
hat. Findest Du Marx überholt? Nein,
wer will oder kann den schon überholen?
Die Idee ist nach wie vor genial, der Versuch
leider kläglich gescheitert. Bist
Du für Geburtenkontrolle? Nein,
für Kontrolle nicht. Aber für
die Selbstbestimmung vor allem der Mütter
bzw. Eltern, Kinder zu bekommen. Mit
welcher Persönlichkeit der Geschichte
würdest Du gern in Briefwechsel treten? Mit
Ernst Thälmann und Kurt Tucholsky,
um zu erfahren, warum der eine so viel und
der andere keine Kraft mehr für das
Leben gehabt hat.

Zugabe
gefällig: Ich will Zitate von Personen
nennen, die mir gedanklich (vielleicht auch
hier und da charakterlich) nahe stehen.
Das möge ein wenig von meinem "Lebensbild"
verraten:
Ernst
Thälmann: "Die Liebe ist so viel
wie Güte, ist so viel wie ein Licht,
das dem Menschen von innen leuchtet und
ihm unversiegbare Wärme spendet." Kurt
Tucholsky: "Es ist eine Frage der Kraft,
wenn man sich selber treu bleibt..." Harald
Juhnke: "Barfuß oder Lackschuh,
alles oder nichts!" oder "...Ein Buch zu
schreiben brauch´ ich nicht, mir steht
mein Leben im Gesicht!" Otto von Bismarck:
"Verfallt nicht in den Fehler, bei jedem
Andersmeinenden entweder an seinem Verstand
oder an seinem guten Willen zu zweifeln." Konrad
Adenauer: "Nehmt die Menschen, wie sie
sind, andere gibt es nicht." Gregor
Gysi: "Getraut Euch ruhig - sieht ja
keiner..." Hans Albers: "Hoppla,
jetzt komm ich!" oder "Nur Lumpen sind bescheiden." Peter
Alexander: "Zuschau´n kann i net..."

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im Leben und bei seinen Streifzügen
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