...nur mit der Sprache hapert's!
Ein doppeldeutiges Wortspiel endet mit den Worten: "...nur mit der Sprache hapert's." Über dessen vollständigen Text muss man nicht unbedingt amüsiert sein. Das kommt ganz auf den Standpunkt und die Situation an. Vielmehr zu denken gibt mir aber der tatsächliche Umgang mit (der) Sprache. Nicht immer trifft das, was man letztlich ausspricht oder niederschreibt, unbedingt den Kern dessen, was man tatsächlich sagen will. Deutsche Sprache, schwere Sprache? Ich meine einmal mehr: nein! Und begrüße eine Initiative der Stiftung Deutsche Sprache, die ich auf Hinweis von Ines Balcik auf ib-klartext.de gefunden habe.
Die Stiftung versteht nach eigenem Bekunden die deutsche Sprache als ein Kulturgut von höchstem Wert. Und sie hat jetzt eine Aktion "Lebendiges Deutsch" gestartet, die sich dem denglischen Alltagswortschatz widmet und nach Alternativen sucht, "welche griffigen und treffenden deutschen Wörter an die Stelle englischer Wörter treten können, wenn die überflüssig, hässlich oder nicht allgemein verständlich sind." So gibt es ab sofort die "drei Wörter des Monats", zu denen Leser aufgefordert werden, Vorschläge einzureichen, die einen deutschsprachigen Sinn ergeben. Das hat, betonen die Initiatoren, nichts mir sprachlichem Purismus, Fremdwort-Jägerei oder sprachlicher Bilderstürmerei zu tun. Recht haben sie, meine ich. Mitmachen sollte sich also lohnen. Für sich selbst und die deutsche Sprache auch. Schließlich und endlich hat Sprache aber auch etwas mit Ansprache zu tun. Wer etwa in einem Blog Besucher "anmacht", sie würden eines auf die Ohren bekommen, wenn sie noch einmal das Wort "Spätherbst" in den (virtuellen) Mund nehmen, kann sich wohl nicht wirklich als Sprachwahrer bezeichnen. Oder doch?


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