2.1.06

Deutsche Sprache, schöne Sprache

Zum Jahreswechsel erhielt ich eine Menge gute Wünsche. Mein E-Mail-Fach war gut gefüllt damit. Eine elektronische Karte war mit einer schönen Zeichnung versehen. Darunter dann Grüße auf englisch. Darüber nun freute ich mich nicht so sehr und konnte mir eine ironische Erwiderung nicht verkneifen. Das Resultat: ich wurde allen Ernstes der "schmerzhaften Deutschtümelei" bezichtigt.

Zu allem Überdruss schrieb die sonst von mir sehr geschätzte E-Mail-Partnerin: "Mir, als einer toleranten Österreicherin, wird nun manches klar!" Das hat gesessen, oder?! Wer aber mich, meine Biografie und meine Einstellung auch nur halbwegs kennt, wird mich schnell und guten Gewissens von dieser abwertenden Einschätzung freisprechen. Aber: ich bin ein Mann der Sprache. Und zwar der deutschen Sprache. Für die ist die meist ebenso unlogische wie unschöne Vermischung mit Angliszismen und Amerikanismen eine sprachliche Anmaßung, um nicht von Vergewaltigung zu sprechen. Deshalb habe ich mich auch gefreut, dass es (nicht nur) im Internet offenbar eine Menge Anhänger der deutschen Sprache gibt. Und ein Hinweis aus dem SprachBlog hat auf eine neue Seite geführt, die sich mit deutscher Sprache und Redekunst beschäftigt. Die wird mir bestimmt des Öfteren ebenso Anlaufstelle sein wie die Office-Bibliothek und die Duden-Korrektur auf meinem PC oder der Duden auf meinem Schreibtisch und der kleine Duden in meinem Reisegepäck. Und wenn ich mal gar nicht weiter weiß, kann ich ja tolerante Österreicher fragen...