27.2.05

Nicht nur für Gründer

Gerhard Schoolmann muss es wissen. Der Gastro-Experte kennt schließlich die (oft verschlungenen) Wege zum Erfolg. Deshalb kann sein Tipp Gold wert sein: In dritter Auflage ist das Buch "Existenzgründung" von Reinhard Bleiber erschienen. Der Autor zeigt, wie man Idee prüfen, die rechtlichen Grundlagen für ein Unternehmen schaffen und die Finanzierung sichern kann. Das reicht bis zur schnellen und einfachen Erstellung einen Business-Plans für die Bank. Enthalten sind Praxis-Beispiele aus allen Branchen: Handwerk, Dienstleistung, Gastronomie. Ein guter Ratgeber nicht nur für Gründer, meine ich. Da kann man sich getrost ein Auge holen. Und neue Ideen entwickeln.

Für Vergessliche

Typisch: die akadeMixer finden aselbst die ausgefallensten Web-Ideen. Damit man Geld, Zeit und Nerven sparen kann, bietet Ben Sinclair einen so genannten Gratis-Selbsterinnerungs-Service an. Der heißt "FutureMail" und bietet einem die Möglichkeit, sich selbst Notizen zuzuschicken – und zwar per Mail, per Blog oder per RSS-Feed. Man kann also auch Arbeitsgruppen u.ä. an anstehende Aufgaben erinnern. Angezeigt, so heißt es in der Meldung, werden immer nur die Aufgaben für den aktuellen Tag. Das dürfte aus meiner Sicht ebenso ein Manko sein, wie die Tatsache, sich bestimmte Punkte regelmässig anzeigen zu lassen. Dafür bleibt das Ding kostenlos, wird zumindest versprochen. Mal schau'n, wie man sich selbst erinnern kann.

Schreiben für's Wissen

Die Meldung trifft ganz meinen Archivar-Nerv: Wikipedia veranstaltet einen Schreibwettbewerb. Die Internet-Enzyklopädie sucht nach dem besten Lexikon-Eintrag. Mitmachen kann "jeder, der Lust hat". Die Regeln gibt's hier. Da sollte man(n) sich doch glatt einmal Gedanken machen...

20.2.05

Moderne Giftküche

Wer sich beruflich oder auch privat mit dem meist Kleingedruckten wie AGB herum schlagen muss, der wird über diese Meldung in die AGB-Giftküche geschickt. Dort sind alle Zutaten vorhanden, sich seine AGB zusammen zu brauen, sie also von allen lästigen Ballaststoffen (sprich: strittigen Klauseln) zu befreien und dann wieder gesetzeskonform anzubieten.

Editoren aufgepasst...

Wenn Internet-Guru Sven Lennartz etwas empfiehlt, werde ich stets hellhörig und neugierig. Auch sein neuester Tipp hat nicht enttäuscht. Was er in Sachen (kostenlose) Text-Editoren auf sein Portal gesetzt hat, kann sich sehen lassen. Der Beitrag von Dirk Metzmacher reicht von einer prägnanten Beschreibung vo, Klassiker "Phase5" bis zu HTML-Editoren für die Linux-Gemeinde. Die fachlichen Anforderungen und Erfahrungen an die Editoren sind dabei unterschiedlich. Wer sehen, was er fabriziert, muss einen mit Wysiwyg-Funktion aussuchen. Alle anderen müssen sich auf ihre HTML-Grundkenntnisse besinnen. Insgesamt ist das Ganze aber ein nützlicher Hinweis für Einsteiger und Fortgeschrittene gleichermaßen. Ich allerdings benutze für einfache Dinge Namo. Und schwierige Dinge lasse ich mir erklären, oder übe tausendmal mit Dreamweaver, bis es so aussieht, wie es sein soll...

Wissen, wie man sucht...

Akademie ist immer für einen heißen Tipp gut. Der neueste ist ein Suchmaschinen-Ratgeber von Seekport, den man sich als PDF herunterladen oder kostenlos als Broschüre bestellen kann. Ersteres habe ich bereits getan und bin einigermaßen zufrieden mit den dort angebotenen Erkenntnissen. Sicher ersetzt das nicht "meine" Suchmaschinen-Bibel von Stefan Karzaunikat, aber die Beispiele sind gut und bildhaft gewählt. Erlauben also auch dem Anfänger bei Google & Co. einen zielgerichteten Einstieg in die Welt internetten Suchens. Und für Seekport-Nutzer gibt es obendrein noch eine Menge spezieller Tipps für die Trunkierung, also die Abkürzung von Suchbegriffen bei der Recherche, oder die so genannte Jokersuche.

15.2.05

Mal ganz was anderes: Fehlpass...

Wettskandal hat das Zeug dafür, zum (Un)Wort des Jahres des Jahres gekürt zu werden. Ich bin ein Fan des Spiel um das runde Leder, war aber noch nie so blauäugig, dass ich die "ehrenwerte Gesellschaft Bundesliga" als "rundum" seriös gehalten hätte. Mein Herz schlägt für den FC Erzgebirge Aue, aber auch für Traditionsvereine wie die Dortmunder Borussia (leider dank Fehlpässen im Management im sportlichen und wirtschaftlichen Sinkflug), Schalke oder den HSV. Einzig der FC Größenwahn Bayern ist mir samt der Mehrheit seiner Spieler und vor allem seiner Funktionäre suspekt.

Nun meldet sich (endlich) einer dieser Spezies zu Wort, der honorige "Kaiser Franz". Er sei schon immer ein Gegner der gegenwärtigen DFB-Doppelspitze gewesen. Das er Recht hat, habe das "schlechte Krisenmanagement" im Wettskandal gezeigt. Beachtlich: der Franzl zeigt Rückgrat und klappt das fußball-visionäre Visier hoch! Aber warum so spät, Kaiser? Warum so scheibchenweise und inkonsequent? Kann man(n) nicht einfach sagen, der M-V muss weg. Oder: der M-V ist einen Groschen und der Zwanziger zehn Pfennige wert? Auch, wenn wir jetzt den Euro haben, wären das klare Worte. Aber der Franz taktiert eben mit dem Charme eine Mittelfeld-Regisseurs, der werbewirksam fragt, ob denn "scho wieder Weihnachten" ist. Bald aber ist WM-Zeit...

Ich bin in diesem Zusammenhang gespannt auf die Zeit nach der WM 2006, wenn die Meute erst richtig zur Sache kommt und das Halali auf die Verantwortlichen im DFB bläst. Spätestens dann wird es heißen: eMVau tot. Und bestimmt werden auch noch einige kleinere oder größere fußballerische Möchtegerne auf der Strecke bleiben. Mehr noch: ich wette einen Kasten Bier und eine Viertel Sau, so sagt man in meiner Heimat ganz lax, dass eben dieser Wettskandal nur die Spitze eines Eisbergs ist. Frei nach dem Motto: Sie kannten sich alle! Der Kaiser aber wird's überleben. Warum auch nicht? Kaiser sein ist "in" und es gibt Schlimmeres als zu taktieren. Es sei denn, Deutschland wird nicht Weltmeister... Im Fußball, versteht sich!

Googleseibeiuns...?

Ob diese Meldung den Kern des Ganzen trifft, wage ich zu bezweifeln. Thomas Knüwer jedenfalls behauptet, dass früher die Journalisten irgendwo hinfahren mussten, um ein wenig Atmosphäre in eine Geschichte zu bringen. Heute reiche es manchmal einfach zu googeln...
Aber was Jonet-Betreiber Jochen Wegner zu diesem Thema äußerst, halte ich für sehr interessant und einer Diskussion wert: Wegner stellt vier Thesen auf, wie Google den Journalismus verändert hat:
1. Google definiert heute den Mindeststandard journalistischer Recherche.
2. Google enttarnt Schablonen-Journalismus und Fakes.
3. Google definiert oft den Maximalstandard journalistischer Recherche.
4. Google bietet ein verzerrtes Bild der medialen Welt. Dieses Zerrbild wirkt wiederum auf die Medien zurück.
Und er belegt diese Thesen mit zahlreichen Beispielen. Ganz bestimmt werden jetzt eine Menge Kollegen entrüstet aufschreien und alle Vorwürfe von sich weisen. Fakt aber ist, dass Google und Co. sehr wohl ein wichtiger Bestandteil journalistischer Recherche geworden sind. Was man allerdings aus den googligen Erkenntnissen macht und mit wie viel Ernsthaftigkeit (besser: Nachlässigkeit) man solche Recherchen ungeprüft umsetzt und im journalistischen Schnellstrickverfahren anbietet - das sollte die Spreu vom Weizen in der Branche trennen. Mich würde bei allem Beifall für Wegners Argumente sein eigentliches Fazit interessieren: Google or not Google? Wenn ja, warum nicht ;-)

13.2.05

Online geht's: Grammatik leicht gemacht

Selbst die Profis in Sachen Rechtschreibung und Grammatik wissen bestimmt nicht alles und müssen demzufolge wissen, wo es steht. Kein Problem, meint Ines und empfiehlt Canoo.net. Das ist ein Online-Nachschlagewerk für Deutsch und bietet Wörterbücher zu Grammatik und Rechtschreibung. Darüber hinaus führt ein direkter Link zur entsprechenden Übersetzung im Online-Wörterbuch LEO. Ich habe es schon einmal ausprobiert. Da kann man eine ganze Menge lernen, was man bisher nur intuitiv drauf hatte. Ich habe Canoo schnell zu meinen Favoriten hinzugefügt. Prädikat 1a!

Die Blogger-Familie bekommt ein Haus

Das ist eine gute Nachricht: Thomas Promny hat ein Bloggerforum eröffnet. Nun kann die Blogger-Familie strukturiert miteinander kommunizieren. Ob das Projekt etwas bringt, hängt natürlich von den handelnden Personen ab. Und auch vom administrativen Anspruch des Foren-Inhabers und seinen Intentionen, ein solches Forum in Gang zu halten. Es gibt genügend Beispiele, wie man es nicht tun soll bzw. das Ganze nach anfänglichem Aufflackern schnell wieder einschläft. Also, Blogger-Gemeinde: bringt Leben in die virtuelle Bude. Frei nach dem Motto: informieren, rumschnuppern, Tipps reinziehen und virtuelle Kontakte knüpfen.

7.2.05

Empfehlungen, die man beachten sollte...

Newsroom bietet für Journalisten einen exzellenten Informations-Service. Da gibt es zum einen die täglichen Medien-Schlagzeilen. Die können Anregung für so manche Recherche und damit potenzielle Einkommensquelle sein. Und auch die Journalistenjobs der Woche informieren regelmäßig (auf Wunsch per Newsletter) über freie und feste Stellenangebote. Jetzt erfahre ich gerade, dass es eine neue, 21-seitige Übersicht "Honorarempfehlung Text" gibt, die Honorarsätze des Tarifvertrages für arbeitnehmerähnliche freie Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen und die Vorschläge von dju und DJV für gemeinsame Vergütungsregeln für freie Journalisten an Tageszeitungen und an Zeitschriften aufzeigt. Habe ich mir natürlich gleich ausgedruckt...

6.2.05

Leseproben und ihre Wirkungen...

Oh je. Hoffentlich habe ich damit nichts falsch gemacht. Keinesfalls wollte ich eine Diskussion in welche Richtung auch immer entfachen. Einfach nur die Meinung derer erfahren, die auf der literarischen Wanderschaft zwischen Lust und Leidenschaft sind. Ungeachtet dessen, dass ich mit Gaby Wenk seit einigen Jahren in lockerer Folge korrespondiere, kenne ich natürlich auch einige Leseproben von Susan Heat.

Mein Eindruck: die Autorin schreibt offensichtlich mit viel "Herz". Ihre Sprache ist bildhaft und prägnant. Die Sätze sind kurz und aus meiner Sicht oft wie ein Selbstgespräch. Das stört im Detail den Lesefluss. Wenn man den Stil aber für sich entdeckt hat, kann man dieser Kürze Vorzüge abringen. Was das Sujet ihres Schreibens betrifft, bedient sie natürlich auch Klischees und Sehnsüchte, die die Leser erwarten bzw. hegen könnten. Das ist nicht ehrenrührig. Wenn es ins (erotische) Detail geht, beschreibt sie um so facettenreicher und mit dem (besonderen) Blick einer Frau. Da kann man(n) schon einmal (aber nur kurz) ins Träumen kommen. Trotzdem, oder gerade deswegen, bleibt für mich die Balance von Liebe, Erotik und Sex ein wenig außen vor in diesen Texten. Lektüre für zwischendurch, die zum Querlesen verführt. Aber durchaus auch unterhaltsam...

1.2.05

Geheimtipp für einen Masuren-Urlaub

Wer schon immer mal nach Masuren reisen und dort einen erholsamen Urlaub in weitgehend unberührter Natur verbringen wollte, den lade ich in das "Haus Seeblick" in Stary Gielad in der Nähe von Mragowo (früher Sensburg) ein. Die familiengeführte Pension bietet beste Voraussetzungen für einen Traumurlaub abseits der größeren Touristenzentren in trotzdem recht zentraler Lage. So ist der Gehland-See der ideale Startpunkt für Wasserwandertouren und der Inhaber der Pension führt auch ganz nach dem Wunsch seiner Gäste Fahrten in die nähere und weitere Umgebung durch. Auf der Website, die noch weiter ergänzt wird, ist auch ein E-Mail-Kontakt angegeben, über den alle Fragen schnell, kompetent und in Deutsch beantwortet werden.

Mut zur Sprache

Dank eines Blogger-Tipps bin ich auf den Sprachblog gestoßen. Dort erhält man, ähnlich wie in dem sehr vielseitigen Newsletter "Sprachberatung" der Duden-Redaktion wertvolle Tipps zur Anwendung der vielfältigen Möglichkeiten der deutschen Sprache. Aber mehr noch, der Sprachblog zeigt auch, wie man mit Wortspielen und gezielt eingesetzter (angeblich fehlerhafter) Kommunikation interessante sprachliche Effekte erzielt. Für Journalisten, aber nicht nur für die, auf jeden Fall empfehlenswert.