31.1.05

Wissen erfordert Strukturen und Qualität

Der eine hat Recht, wenn er meint, dass es eine gewisse Angst der Profis vor den Amateuren gibt. Das gilt für Journalisten und Blogger ebenso wie in anderen Branchen. Nun streitet man sich darüber, ob die freie Enzyklopädie Wikipedia angesichts ihres ständigen Wachstums wieder in die üblichen (schlechten) Bahnen gelenkt werden soll. Sprich, die Profis sollen entscheiden, was in Wikipedia von dauerhafter Bleibe sein soll. Aus meiner Sicht hat jedenfalls auch der andere nicht Unrecht, wenn er meint, jetzt sei die Zeit zu Handeln. Man müsse, um es ganz kurz zu sagen, dieses Wissenspotenzial neu strukturieren, eine "Phase des Ordnens" müsse beginnen. Und ich meine auch, dass es ist nicht ehrenrührig ist, die These aufzuwerfen, Wikipedia zu Gunsten der Qualitätssteigerung von Altlasten zu befreien. Soll wohl nichts anderes heißen als auszumisten. Wer das aber machen soll und wessen Weisheit die einzig richtige ist, das bleibt weitestgehend unbeantwortet. Und bringt wieder die Frage nach den Profis und den Amateuren ins Spiel. Der Beitrag in Telepolis jedenfalls sollte tatsächlich zum Nachdenken anregen.

Schreiben, wie man sich bettet...

Nach eigenen Angaben ist das Medienmagazin von Journalismus.com für Medienprofis gedacht und informiert u.a. über Presserabatte und journalistische Recherche. Nun meldet es unter Berufung auf die Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung, dass ein Online-Reisebüro mit einer besonderen Garantie wirbt: es lässt Hotels von Reisejournalisten testen, die ihren Eindruck dann online wiedergeben. Bereits überprüft seien Häuser in fünf Zielgebieten. Bis zum Sommer wolle man ihre Zahl mehr als verdoppeln. Geile Idee, oder nur Dummenfang?
Ich meine, die Macher des Reisebüros bewegen sich auf einem schmalen Grat. Das rückt das Ganze in den Dunstkreis eines bezahlten Extraurlaubs für Journalisten, die ihr Urlaubsdomizil über den grünen Klee loben. Denn, wie heiß es doch so treffend: "Wes Brot ich esse, des Lied ich singe..." Kann man angesichts allgegenwärtiger Skandale guten Gewissens glauben, dass solche Berichte rundum objektiv aufzeigen, wie es sich in den einzelnen Häusern bettet?

28.1.05

Selbsttests, die einem die Augen öffnen?

Eher zufällig, aber immerhin über Bloglines bin ich auf eine Test-Welt gestoßen, die manche Überraschungen in sich birgt. Den Test habe ich ad hoc und eins, zwei, drei mit 17 von 25 Punkten gerissen. Gut, sagen die Manager, aber in der heutigen Zeit zählt nur der Sieg, die Plätze sind in doppeldeutigem Sinn zweitrangig. Trotzdem: eine Menge Tests, die man sich schon anschauen und ausprobieren kann. Versuch macht kluch...

CheckUp zum Klauen

Dank eines Hinweises bin ich wieder mal auf ein recht nützliches Tool gestoßen. Erwin Forner von den I-Workers bietet ein so genanntes CheckUp an. Wenn man nicht weiß, was ein Wort bedeutet, einen Begriff übersetzen oder einen Artikel kaufen möchte, muss man nur das Wort im Artikel markieren und auf einen der angebotenen Links klicken. Prima Sache, die ich natürlich gleich auf meinem ArchivBlog verewigt habe. Bei mir heißt das Ding allerdings "Gewusst wie..." und auf das Bildchen habe ich auch verzichtet. Geschmackssache.

25.1.05

Einspruch und Zustimmung

Nein, "ausgelutscht" ist das Thema Journalisten und Blogger aus meiner Sicht nicht. Und dass die beiden partout ungleiche Brüder sein müssen, erschließt sich mir auch nicht ganz. Aber richtig, der Beitrag beleuchet das Verhältnis beider aus einem ganz anderen Blickwinkel. Zumal: man darf schließlich auch als Journalist ein Blogger sein. Oder umgekehrt.

Interessant finde ich übrigens die These, dass beide "...längst (Bestand-) Teil eines einzigen...medialen Ökosystems innerhalb des Internets..." sind. Soll also wohl auch heißen, dass sie sich in gewisser Weise gegenseitig bedingen?! Auf jeden Fall spricht der Beitrag Klartext betreffend die gelegentliche Arroganz des Einen gegen den (vermeintlich laienhaften) Anderen. Und so richtig sympathisch wird es im abschließenden Szenario einer virtuellen Begegnung zwischen beiden Lagern. Schlussfolgerung: sie müssen miteinander auskommen in dem gemeinsamen Publikationsraum.

Es googelt sich immer besser...

Akademix hat's verraten: bei Google ist es (fast) wie im Such-Wunderland. Statt bisher 10 kann man jetzt nach 32 Suchbegriffen gleichzeitig suchen. Das jedenfalls berichtet einer der Suchmaschinen-Experten. Leider hat der, ebenso wie mein Suchmaschinen-Papst Stefan Karzauninkat, noch keinen Blog.

Erkenntnisse eines Bloggers

Wie kein anderer kennt sich Sven Lennartz in der internetten Szene aus. Kein Wunder, dass er einmal mehr auch einen Volltreffer in Sachen Bloggen gelandet hat. Dort gibt es Erkenntnisse zum Thema Kreatives Bloggen, die nebenbei gesagt vor allem auch Bekenntnisse sind. Prima, und danke, Sven.

Na dann Prost...

Ich bin ein Freund eines gepflegten Bieres. Deshalb hat mich diese Meldung auch besonders gefreut. Hat doch der so genannte Bier-Papst Conrad Seidl tatsächlich einen BierBlog ins Leben gerufen. Und dort gibt's natürlich Bier-Links en masse. Man(n) lernt nie aus...

24.1.05

Meine virtuellen Ausflüge

Wer wissen möchte, wo sich MHR ehrenamtlich im Internet herumtreibt, der lese hier nach. Und wer meine Meinung zur Parteienlandschaft in Geschichte und Gegenwart lesen will, der sollte sich meine Vision von der Regierung der fähigsten Köpfe zu Gemüte führen. Vielleicht reifen dann auch eigene Gedanken zur Politik von gestern, heute, morgen... Willkommen im Klub!

22.1.05

Praktisch: virtuelle Aufgabenkontrolle

Früher habe ich meine Arbeitsaufgaben emsig in die Schreibmaschine getippt und abgearbeitet. Später kam der PC dran, wo verschiedene Tools für Termin- und Aufgabenkontrolle sorgen. Einen guten Tipp gab es nun via akademix: heute kann man seine, wie es neudeutsch heißt, to-do-Liste virtuell anlegen und bearbeiten, sie sogar mit anderen Leuten teilen, oder ihnen zugänglich machen. Das Ganze heißt ta-da-List, ist leider nur in englisch zu haben, aber kinderleicht anzulegen und zu bedienen.

Seriös Newsletter-Abonnenten gewinnen

Wer ein Internet-Portal betreibt weiß, wie schwer es ist, auf eriöse Weise Abonnenten für Newsletter zu gewinnen. Hier gibt es gute Tipps dafür. Und wie man E-Mail-Adressen generiert, erfährt man von Uwe-Michael Sinn.

21.1.05

Einfach an(ge)kommen...

Irgend jemand hat mal gesagt, dass Bewegung alles ist. Jedenfalls so ähnlich. Nun ja, nach Memphis möchte ich nicht gerade. Aber die eigenen (stark verkürzten) Antworten auf solche Fragen sind schon eine (späte) Offenbarung:

1. Wie oft in Deinem Leben bist Du bereits umgezogen?
Nach unvollständigen Erinnerungen mindestens 13 Mal.
2. Aus welchem Grund bist zu zuletzt umgezogen?
Um ein gemeinsames Heim zu finden. Ich war lange auf der Suche...
3. Wohin würdest Du als Nächstes gern ziehen?
Nirgendwo. Ich bin angekommen. In des Wortes bestem und allumfassendstem Sinn.
4. In welche Stadt würdest Du nicht (wieder) ziehen?
Das hat sich mit der vorherigen Frage ja erledigt. Aber in jedem Fall nicht außerhalb der neuen Bundesländer, meiner Heimat.
5. Welcher Umzugstyp bist Du? Schon Monate vorher packen, oder alles in letzter Sekunde?
Keine Frage, letzterer. Aber mit System...
6. Mit welchen Gefühlen eroberst Du...Deine neue Umgebung?
Wie immer: neugierig und forsch
7. Glaubst Du, dass der erste Traum im neuen Heim...in Erfüllung gehen wird?
Kommt auf den Traum an...

Starke Typen?

Da ich mich des Öfteren auch typografisch-gestalterischen Arbeiten zuwende, hat mich diese Nachricht gefreut und neugierig gemacht. Allerdings hat sich das kleine Tool als weniger ergiebig herausgestellt und enthält eher die außergewöhnlichen Typen der Branche, die möglichst noch gekauft werden sollen. Trotzdem kann man sich ab und an "ein Auge" holen und vielleicht werden ja auch bald die allseits üblichen Verdächtigen aufgenommen. Aber immerhin gibt`s seit kurzem den akademix. Darauf habe ich schon lange gewartet. Denn diese Typen sind immer für praktische Überraschungstipps gut.

20.1.05

Ein Blog ist mein Blog, oder so ähnlich...

Der Mann hat recht. Plötzlich will jeder über Blogs schreiben. Manche wissen jedenfalls offenbar nicht, was sie da schreiben, oder bedienen nur all zu willfährig Auftraggeber. Und wenn dann dabei noch Empfehlungen für Firmen abgibt, Richtlinien für Blogs von Mitarbeitern aufzustellen, dann ist das aus meiner Sicht, um nicht deutlicher zu werden, ziemlich einfältig. Allein die Begründung ist geil: es dürfen nicht noch mehr Leute den Job verlieren, weil sie nicht existente Regeln nicht einhalten. Das kenne ich sonst nur von diversen Mailinglisten... Wie sagt eine Kollegin so treffend: "(M)ein Blog ist (m)ein Blog und es ist niemand gezwungen, den zu besuchen..."

Von Stümpern und Null-Nummern

Die Bilder ähneln sich. Jeder will offenbar das Fahrrad neu erfinden. Hintergrund ist in den meisten Fällen der schnöde Mammon. Daran musste ich ob dieses Beitrags über "Stümper in der Link-Setzung und anderswo" denken. Solche und ähnliche Erfahrungen habe ich oft gemacht: es ist eine Idee vorhanden, die wird mit heißer Nadel weiter gestrickt wird und heraus kommen offensichtlich dürftige Ergebnisse, die mittel- und langfristig keinen Erfolg bescheren. Was aber aus meiner Sicht noch gravierender um sich greift: viele Print- und Online-Redaktionen bedienen sich einer Art Schnorrer-Praxis, um ganz billig , um nicht zu sagen: "for nothing", Ideen und Arbeitsleistungen zu erhalten. Sie schreiben großzügig Stellen aus, fordern Konzepte und Themen ein, bereiten großpurig eine "Null-Nummer" vor und vertrösten auf eine Mitarbeit, wenn das Konzept bei potenziellen Geldgebern einschlägt. Fazit: außer Spesen nichts gewesen. Von der Tatsache, dass das der Branche mehr schadet als nützt ist nirgendwo die Rede. Eben einfach Pech gehabt.

15.1.05

Ohne Katzen, merkt euch das...

Was für die eine die "Wächterin des verlorenen Faxes" ist,



das war für mich Paula, die "Hüterin der deutschen Rechtschreibung". Die ist aber leider schon im Katzenhimmel und auch der deutschen Rechtschreibung geht es gar nicht gut. Die einen wollen sie als alte und weise Dame, die anderen als unkonventionelle junge Frau. Ich glaube, dass ich mit der jungen Frau alt werden könnte, der ich gern noch ein paar Konventionen beibringen möchte ;-)

Dank von Haus zu Haus

...und ob ein Archivar eine solche Nachricht zu schätzen weiß! Man(n) dankt für den Surf-Tipp und gibt ein's zurück: sehr nützlich (nicht nur) für die schreibende Zunft ist auch das Variantenwörterbuch von de Gruyter, das ich in Kürze hier vorstellen werde. Bleiben Sie schön neugierig...

14.1.05

Buchidee: Wider das Vergessen...

In vielen Dingen habe ich ein nahezu fotografisches Gedächtnis und kann mich auch bildhaft an Situationen aus längst vergangenen Jahren erinnern. Das wollte ich schon immer einmal nutzen und zu Papier bringen. Die Idee jedoch wurde stets wieder verschoben, wenngleich in schlaflosen Nächten vieles schon aufbereitet wurde.

Eine Spiegel-Meldung hat mich diesbezüglich aber wieder auf den Plan gerufen: Da versteigert ein Verlag doch tatsächlich leeres Buch, bzw. dessen Seiten. Und jeder, der eine Seite ersteigert, kann diese mit einem eigenen Text seiner Wahl füllen.

Nicht etwa, dass ich mich um eine Autorenschaft in diesem Geisterbuch mit einem Gebot bewerben werde. Doch nun steht es fest: ab morgen schreibe ich. Mindestens eine Episode täglich. Heute werde ich dazu, ganz dem ollen Egon Olsen verpflichtet, "einen Plan" schmieden. Soll heißen: wie bringe ich das Ganze in eine zeitliche Struktur, was soll rein, was soll draußen bleiben. Werden soll es eine Art Gedächtnis für mich selbst, eine Veröffentlichung in welcher Form auch immer ist nicht geplant und steht deshalb noch in den Sternen. Vielleicht wird es ja auch ein Selfmade-Produkt, das ich heute im MEX-Blog gefunden habe.

"Geigen" Sie mir getrost die Meinung...

Bisher war es ein Makel, dass man auf meine Postings nur dann antworten konnte, wenn man angemeldeter User bei Blogger war. Das hat sicher den einen oder anderen davon abgehalten, mir seine Meinung auf meine ArchivBlog-Einträge zu "geigen". Damit ist jetzt Schluss. Dank dem guten Tipp einer einzelnen Dame ;-) und Haloscan kann mir nun jedermann und auf direktem Weg schreiben.
Damit mein Gästebuch aber trotzdem in der Vergangenheit nicht so leer aussieht, habe ich die Fremdeinträge mangels Wissen über andere Möglichkeiten manuell nachgetragen. Also, nicht wundern, wenn alle bisherigen Einträge das heutige Datum tragen...

10.1.05

Auch ungeahnte Möglichkeiten haben ihre Grenzen

Gestern flatterte mir eine der täglich mehrhundertfachen Pressemitteilungen ins Haus, die mein geübtes Recherche-Auge sofort aus der Vielzahl der Spam-Mails heraus filterte. Die gute ins Töpfchen, Sie wissen schon... Es geht um einen neuen Informationsservice für Journalisten. Der heißt News-Ticker und ist eigentlich gar nicht so neu. Das vermeintlich Neue ist ein so genannter "Push-Dienst", nicht zu verwechseln mit einer falsch geschriebenen Verlautbarung aus dem Weißen Haus ;-)

Man kann diesem Dienst zufolge News-Feeds mit aktuellen Presseinformationen auf Anhieb im Netz finden und mit ein paar Klicks abonnieren. Tolle Sache, meine ich und ein Beispiel mehr für die ungeahnten Möglichkeiten des Internets. Ein Blick bzw. in die Sache selbst hat mich allerdings wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. In der Hoffnung, dass ich das Ganze nicht falsch verstehe: der Push-Dienst sammelt Pressemitteilungen und bietet diese in Ressorts strukturiert abrufbar über RSS-Feeds an. Soll auch heißen: Unternehmen, Parteien, Verbände und staatliche Stellen sowie branchenspezifische Medienportale stellen ihre Meldungen ein. Erst einmal müssen sie dafür nichts löhnen, später wird Kasse gemacht.

Und die Journalisten, welche Vorteile haben die von dem "neuen" Angebot? Ich meine, zurzeit noch keine wirklich nützlichen, denn dieser Push-Dienst lebt schließlich nur von denen, die ihn bestücken. Das ist jetzt noch so bescheiden und ich zweifle daran, dass sich die tatsächlich wichtigen Medienportale dem anschließen und der PR-Charakter der Meldungen überwiegt. Also bleibe ich bei der konventionellen Recherche* über diverse Anbieter, durchstöbere die täglichen Newsletter und Einzelmeldungen, sortiere flugs den Spam aus oder melde mich brav bei neuen, interessanten Angeboten an. Natürlich besuche ich auch regelmäßig Blogs*, die meinem Interessen- und Arbeitsspektrum nahe kommen.

Und vielleicht lerne ich es ja sogar noch, wie es geht, die News Reeder in die eigenen Seiten einzubauen bzw. zu bedienen. Dann werden die Möglichkeiten schon wieder beträchtlich höher...

*Anmerkung: die verlinkten Seiten sind keine repräsentative Aufzählung, sondern nur ausgewählte Beispiele.

Als ich noch ein Junge war...

Biggi ist immer eine, nicht nur virtuelle, Überraschung gut. Sie hat mich auf die Spur von der kleinen Anna-Elisa gebracht. Das ist ein Mädchen, das in zartem Alter von sieben Jahren schon kleine Geschichten schreibt. Offenbar liebevoll von ihren Eltern gefördert, entwickelt sie auf ihren Internet-Seiten fantasievoll und mit dem offenen Blick für die kleinen Dinge im Leben klitzekleine "Storys", wie man heute sagt.
Das erinnert mich an Zeiten, als ich noch ein Junge war und von meinen Eltern nur "Micke" genannt wurde. Auch ich habe in ähnlicher Weise zu schreiben begonnen, habe Geschichten nachgeschrieben, die mir meine Großmutter erzählt hat, mein längst verschollenes Erstlingswerk vom Hund Purzel und später Gedichte von Liebesfreud' und -leid geschrieben. Erst viel später wurde die Sache dann ernster. Ich arbeitete ehrenamtlich in einer Betriebszeitungsredaktion und war in Organisationen für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätig, bevor ich einen "richtigen" Beruf, Archivar, erlernte und (sehr gern) ausübte. Dass mein Weg dann doch noch zum Journalismus geführt hat, ist den Zeichen der Zeit geschuldet. Vielleicht war es aber auch ein wenig Bestimmung, ohne das Wort an sich überstrapazieren zu wollen.
Bemüht habe ich mich aber sowohl als Archivar als auch als Journalist immer, meine eigene Note, meinen eigenen Stil in den Beruf einzubringen. Nicht ohne Fehler, nicht ohne Kritik und nicht ohne Niederlagen. Aber mit der Gewissheit, mir selbst treu geblieben zu sein. Als Herausgeber einer eigenen Wochenzeitung habe ich 1994 einen "Leitartikel" unter dem Titel "Suchet der Stadt Bestes" geschrieben. Ein Leser hat eben diese Zeile ausgeschnitten, auf Pappe aufgeklebt und mir mit dem Zusatz "Philosoph & Reporter" zugeschickt. Das hat mich berührt und ein wenig stolz gemacht, weil ich Anerkennung darin sehe. Eben dieses Kärtchen liegt noch heute auf meinem Schreibtisch:



Was hat das alles mit Anna-Elisa zu tun? Ganz einfach: sie möge ihren Weg im Leben gehen, das Leben und das Schreiben im besten Sinne des Wortes lernen und sich nicht verbiegen lassen. Sie möge sich ihre Unbekümmertheit weitestgehend erhalten, Freude empfinden, Leid kennen- und damit umgehen lernen, Liebe und Freude empfinden und weiter geben und die Schatztruhe deutscher Sprache erkunden...