6.2.05

Leseproben und ihre Wirkungen...

Oh je. Hoffentlich habe ich damit nichts falsch gemacht. Keinesfalls wollte ich eine Diskussion in welche Richtung auch immer entfachen. Einfach nur die Meinung derer erfahren, die auf der literarischen Wanderschaft zwischen Lust und Leidenschaft sind. Ungeachtet dessen, dass ich mit Gaby Wenk seit einigen Jahren in lockerer Folge korrespondiere, kenne ich natürlich auch einige Leseproben von Susan Heat.

Mein Eindruck: die Autorin schreibt offensichtlich mit viel "Herz". Ihre Sprache ist bildhaft und prägnant. Die Sätze sind kurz und aus meiner Sicht oft wie ein Selbstgespräch. Das stört im Detail den Lesefluss. Wenn man den Stil aber für sich entdeckt hat, kann man dieser Kürze Vorzüge abringen. Was das Sujet ihres Schreibens betrifft, bedient sie natürlich auch Klischees und Sehnsüchte, die die Leser erwarten bzw. hegen könnten. Das ist nicht ehrenrührig. Wenn es ins (erotische) Detail geht, beschreibt sie um so facettenreicher und mit dem (besonderen) Blick einer Frau. Da kann man(n) schon einmal (aber nur kurz) ins Träumen kommen. Trotzdem, oder gerade deswegen, bleibt für mich die Balance von Liebe, Erotik und Sex ein wenig außen vor in diesen Texten. Lektüre für zwischendurch, die zum Querlesen verführt. Aber durchaus auch unterhaltsam...