...doch im Arbeitsalltag scheitert der Dialog häufig schon daran, dass man die richtigen Ansprechpartner für seine Projekte nicht kennt...
Die vorgenannten Worte bilden die treffende Einleitung für ein Buch des
politikverlag Berlin. Das heißt
politiko und trägt die Unterzeile: Handbuch für politische Kommunikation 2005. Mit der 207 Seiten starken Broschüre wird z.B. Journalisten eine wertvolle Recherche-Hilfe buchstäblich in die Hand gelegt. Was man sonst im Internet oder anderen Quellen mehr oder weniger mühsam heraussuchen und zusammenstellen muss, liegt nun gut strukturiert vor.
In dem dünnen, aber deswegen nicht weniger gewichtvollem Buch tummelt sich alles, was man guten Gewissens zur Prominenz politischer Informationsquellen zählen darf. Es wird aber sichtbar, dass es den Machern aus den Berliner Oranienhöfen nicht um Prominenz an sich, mehr denn um Transparenz und Vollständigkeit ging. So lassen sich gute Kontakte knüpfen zu Landesvertretungen, demokratischen (!) politischen Parteien, Stiftungen, Verbänden... Die Liste lässt sich bis zur personellen Zusammensetzung der Ausschüsse des Deutschen Bundestages fortsetzen.
Aufgenommen sind neben den üblichen (zentralen) Tel.- und Fax-Nummern natürlich auch die Möglichkeiten der von mir sehr geschätzten Kommunikation der kurzen Wege via E-Mail inklusive der Internet-Präsentationen. Mehr noch, konkrete Ansprechpartner sind gar mit Foto, Geburtstag und Lebensstationen "kurz und bündig" beschrieben.
Kritikpunkte? Gibt es. So hätte ich mir statt der Lebensstationen lieber
direkte Kontaktmöglichkeiten gewünscht. Und kleine, aber eigentlich unwesentliche Unebenheiten sind auch vorhanden. Da wird der eine Professor genannt, weil er allgemein als solcher bekannt ist. Beim anderen fehlt dieser Titel, weil man es vielleicht nicht oder nicht genau wusste. Aber: niemand ist vollkommen und es soll ja auch (hoffentlich) eine aktualisierte Auflage auf den Markt kommen. Schließlich ist die Zeit schnelllebig und wer weiß, ob der Professor morgen noch auf seinem Stuhl sitzt, oder Herr X aus der Partei Y wegen eines "versehentlichen " Fehltritts welcher Art auch immer das politische Handtuch geworfen hat.