24.11.04

Brotloser Online-Journalismus?

Einer Umfrage zufolge müssen Online-Journalisten mit weniger Geld auskommen als ihre Berufskollegen in anderen Medien. Das sei der allgemein schlechten wirtschaftlichen Situation der Online-Medien geschuldet. Außerdem halten sich die Online-Magazine meist nicht an Zeilen- oder Seitenhonorare und lassen nur pauschale Mini-Honorare gelten. Es geht der Ruf von Tagelöhner Online-Redakteur um.

Richtig ist, dass, mit Ausnahme von großen Online-Portalen, vergleichbar weniger gezahlt wird als z.B. in Print Medien. Richtig ist, dass die meisten Online-Magazine auch mit einem ganz schmalen Budget auskommen müssen. Ich kenne das, betreibe ich doch selbst ein Online-Magazin im Tourismus-Bereich für die neuen Bundesländer. Richtig ist aber auch, dass viele solcher Portale ganz bewusst auf Fremdfinanzierung durch Geldgeber aller Couleur verzichten und sich aus sich selbst heraus finanzieren. Das halte ich nicht für ehrenrührig. Bedingt aber auch von allen Beteiligten einen gewissen Idealismus.

Mit einer Finanzierung der kleinen Schritte entsprechend den Möglichkeiten werden aus meiner Sicht längerfristigere Erfolge erzielt als Schnellschüsse, die schon bald den dotcom-Tod erleiden. Eben mangels Masse in der Kasse. Und ich kenne auch eine ganze Reihe von Online-Medien, die zahlen zwar nicht üppig, aber seriös am Aufwand orientiert. Auch wird sich die Spreu vom Weizen trennen und das Ganze keine brotlose Kunst bleiben. Und Spaß macht es zudem auch noch.

20.11.04

Alpenglühen einmal anders

Meinrad Müller aus Grafrath nahe München ist ein so genannter "Hansdampf in allen Gassen". Die einen werden ihn Mentaltrainer oder Marketingberater nennen, die anderen werden ihn in die PR-Ecke stellen. Fakt ist auf jeden Fall: der Mann hat Biss und "coole" Ideen, wie die heutige Jugend sagt. Als was er sich selbst sieht, werde ich ihn gelegentlich fragen...

Auf jeden Fall ist seine Kundengewinnungs-Software immer einen virtuellen Blick wert und man kann sich von dem Cleverle aus Oberbayern eine Menge abgucken. Neben einem erquicklichen Spaßfaktor bieten seine kleinen Programme durchaus auch nützliche Aspekte für jedermann. Sogar Journalisten, bin ich der Meinung, können sich da Anregungen holen.

14.11.04

Wortspiele

Nicht nur Journalisten stehen oft vor der Wahl der treffenden Worte. Selbst wenn ein Gedanke noch so pointiert umgesetzt wird, sind die Unterschiede in den Ergebnissen sehr markant. Als besonders gravierend empfinde ich dabei im deutschen Sprachgebrauch die zunehmende Verwendung von Anglizismen. Da wird, nur um "in" zu sein, auf "englisch komm raus" eingedeutscht und die Sätze triefen nur so von Shoppen, Shuttlen und Canceln. Wie viel fantasiereicher und aus meiner Sicht wohlklingender kann man das doch im Deutschen aussagen?!

In diesem Zusammenhang bin ich kürzlich auf eine nützliche Seite gestoßen. Die bietet ein kostenloses und sehr einfaches Übersetzungsmodul an, dass zudem mit einer zweisprachigen (deutsch/englisch) Synonym-Suche verbunden ist. Da kann man sich durchaus Ideen holen, wie man (internette) Wortspiele auch in deutsch recht gut bewältigen kann. Soll auch heißen, wer durch die (deutsche) Sprachenwelt wandelt, muss nicht unbedingt ein Globetrotter sein ;-)