Ja, aewer wecker Weg was de rechte?
Unweit meines Wohn- und Arbeitsortes Glaisin steht an einer Straßenkreuzung der so genannte Reuterstein. Eben an dieser Kreuzung soll sich der niederdeutsche Schriftsteller Fritz Reuter nach seiner Entlassung aus der Festungshaft in Dömitz gefragt haben, welches wohl "der rechte Weg" sei. Es ist zu vermuten, dass er damit nicht nur den geografischen Weg gemeint hat.
An eben seinen bekannten Spruch musste ich gerade in diesen Tagen viel denken. Weihnachten steht vor der Tür. Man möchte Freude bereiten und Freude empfangen. Allerorts regen sich Gedanken, was man z.B. Kollegen und Geschäftspartnern gutes "antun" könnte. Die Werbemittelbranche hat Hochkonjunktur. Wie viel einfacher ist es aber, sich darauf zu besinnen, was Kollegialität ausmacht: Helfen, Zuhören, Tolerieren, einmal über seinen Schatten springen und seinen Mund halten, obwohl man gegensätzliche Meinungen hat. Wie viel wohler fühlt man sich dann? Und nicht nur an Weihnachten. Ich will es wissen und werde jetzt etwas dafür tun...


2 Comments:
Worte = Waffen, mit denen Wunden geschlagen werden können, die niemals vernarben. Klaus Bölling (*1928)
Richtig. Das schließt aber nicht aus, dass man Worte einfach so, abseits aller Waffen und Wunden verwenden möchte. MHR (*1952)
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