Zurück zu den alten Regeln...?
In einer heutigen Tageszeitung fand ich ein humorige Karikatur. Die zeigt ein Schiff, das samt Kapitän und Steuermann vor einer riesigen, in den Abgrund führenden, Stromschnelle schwimmt. Kommentar: "Ende der Flussschifffahrt"
Soll wohl auch heißen: die umstrittene Rechtschreibreform könnte nun doch noch zu Fall kommen, bevor sie Anfang August nächsten Jahres für Schulen und Hochschulen verbindlich sein soll, unsere Kinder und Enkel also staatlich sanktioniert zu manch merkwürdiger Recht-Schreibung "verdonnert" werden.
Zugegeben: ich war auch ein Gegner dieser Reform, die für mich nichts Voranbringendes war. Und es fällt selbst meinen Fingern schwer, die drei "s" und "f" in Flussschifffahrt in den PC zu delegieren. Aber: ich lebe nun schon einige Jahre mit diesen neuen Regelungen, weil man(n) ja bekanntlich nie auslernt.
Wenn nun aber, um im eingangs genannten Bild zu bleiben, wieder zurück gerudert wird, werden neue Irrungen entstehen. Ein Missingsch aus alter und neuer Regelung wird zumindest bei denen erzeugt, die die neuen Regeln (mehr oder weniger) anwenden. Ob das das Ei des Kolumbus ist, wage ich zu bezweifeln. Vielleicht besteht ein Ausweg darin, die größten Stilblüten der neuen Regelung zu überdenken und auf den Rat der Praktiker zu hören, was man in Sachen Rechtschreibung noch besser machen könnte.
Dumm sind aus meiner Sicht auf jeden Fall Äußerungen von schwätzenden Politikern, die eine "Reform der Reform" nur aus wirtschaftlichen Gründen ablehnen. Da gebe es genug andere Reformen, die eben wegen dieser wirtschaftlichen Gründe abzulehnen wären.


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